Samstag, 12. April 2014

Der Vogelsberg ist etwas kälter....


Hier am Oberrhein, im schönen Elsaß, blühte vor vier Tagen die erste Rose! Im letzten Jahr war es dort am 1. Mai so weit. Da kann der kalte Vogelsberg nicht mithalten! Uns trennen ca. 6 Wochen!

Trotzdem kann ich mich an Blüten erfreuen und an den schönen Grüntönen!


 Die Mauer wirkt als Wärmespeicher - Phlox subulata 'Candy Stripes' umrahmt von R. setigera und R. arvensis


 Phlox subulata 'Scarlet Flame'


Geranium cinereum var. subculescens 'Giuseppii' 


Tulipa clusiana var. chrysantha 'Tubergen's Gem'

Mittwoch, 9. April 2014

Kleine und große Helfer


Der Frühling lässt die Rosen ergrünen und erste Knospen zeigen sich. Aber noch sind andere Blumen dran:
 

'Tulipa tarda' ist immer ein zuverlässiger Blüher und sie vermehrt sich unermüdlich!

 Und die kleinen Helferlein sind auch unterwegs: Eine Wildbiene, vermutlich die Sandbiene 'Andrena bicolor'.

Sie hilft meine Obstbäume zu bestäuben, mit Schadinsekten hat sie nichts im Sinn, dafür gibt es inzwischen schon zahlreiche andere kleine Helfer.

Und dann sind da noch die großen Helfer: Schaut doch mal wieder ins Rose-Biblio, da stehen heute 1.530 Rosennamen drin und vieles mehr rund um die Rose. Circa 330 Rosen davon stehen bei mir im Garten, viele der anderen habe ich in Sangerhausen, Commer, Bagatelle und L'Haÿ-les-Roses fotografiert. Aber es haben auch unsere Elfe Urte Zimmermann, Dieter Straulino, ein Rosenfreund aus dem Vogelsberg, Ute Zengerling-Salge, eine Rosenfreundin aus der Pfalz, Veronika Wiedmann, eine Rosenbegeisterte aus Schwaben und ganz besonders Pascale Hiemann, die Besitzerin eines wunderschönen Rosengartens bei Hannover, zu den Rosenbeschreibungen beigetragen. Besonders Frau Hiemann verdanke ich neben zahlreichen Fotos und Rosen, die inzwischen zahlreichen französischen Übersetzungen der Rosenbeschreibungen und vieler anderer Texte. Allen Helfern meinen ganz besonderen, herzlichen Dank! Nicht zu vergessen, mein Neffe Stephan in Hamburg, der von Rosen nichts versteht, aber von Computern dafür um so mehr! Er hat so manches Software-Problem gelöst und alle meine Sonderwünsche erfüllt.
Solltest Du Deine Lieblingsrose nicht finden - ganz einfach, melde Dich an und stell sie mit allen Deinen Fotos ein. Zu schwierig? Nein, (fast ganz) einfach! Und ich helfe gern. Nach Rose Nr. 3 kannst Du nicht mehr aufhören!


Es dauert nicht mehr lange!












Donnerstag, 3. April 2014

Nachtrag zum Rosenschnitt


 
Vor 5 Tagen habe ich diese Fotos gemacht - so etwa sollten Historische Rosen nach dem Winterschnitt aussehen:





Wer das geschafft hat, kann sich dann an den Frühjahrsblumen erfreuen oder auch Radieschen säen:



Allen ein schönes Wochenende!
 

Sonntag, 16. März 2014

Neues für die Rosensaison


 
Der Rosenschnitt ist beendet, gerade rechtzeitig zum Wetter-umschwung. Es wurde doch etwas mehr als vorhergesehen, denn die umgepflanzten Rosen und auch schon einige der Neuen, hatten viel schwaches Holz, das entfernt werden musste, neben kräftigen neuen Trieben.
 
Jetzt muss ich mich mal wieder mit fremden Federn schmücken: Dieses Foto stammt vom 13. März 2014!
  
    Foto: Ute Zengerling-Salge
 Célina Forestier in der Pfalz - erleben wir die erste Rosenblüte in diesem Jahr bereits im März?
Aber auch die Rosen, die in anderen Gegenden noch nicht so weit sind, strecken die Blätter raus und locken Insekten und Pilze an. Deshalb gibt es seit heute im Rose-Biblio alles was man über Schädlinge und Rosenkrankheiten und deren Bekämpfung wissen muss. Kein langes Suchen mehr, die beiden Seiten werden immer auf dem neuesten Stand gehalten.
 

Samstag, 8. März 2014

Winter Rosenschnitt


Das schöne Wetter hat mich heute vom PC in den Garten gelockt - die virtuelle Rosenwelt besteht heute aus 1.260 Rosennamen im Rose-Biblio.  Aber es war ideales Wetter für den Winter- bzw. Frühjahrs-Rosenschnitt.

Wer meine Posts über den Sommer- und Herbstschnitt gelesen hat, hat jetzt nicht mehr so viel Arbeit bei den Historischen Rosen. Man sieht nun am besten schwaches, überaltertes oder abgestorbenes Holz und das muss raus. Ich zeige das heute nicht am Rosenstrauch, sondern am Abfall: 
  

 Altes und abgestorbenes Holz - das ist klar!



 Dünne Triebe - da traut man sich anfangs nicht, es sind ja so viele schöne Knospen dran. Durch einen Apfelbaum muss man nach dem Schnitt einen Hut werfen können, bei einer Rose einen Tischtennis- oder Tennisball! Wer sich nicht traut, nicht abschneiden und im Sommer beobachten: Es werden nur wenige, deutlich kleinere Blüten an diesem Ast sein. Also, direkt nach der Blüte abschneiden und im nächsten Winter mehr Mut!

 
Hagebutten, die die Vögel verschmäht haben, jetzt abschneiden, immer 1 - 2 Knospen tiefer.
  

Ach, da sind ja schon so schöne Blätter dran, warum schneidet der die ab...... Die Rose soll blühen und nicht zum Mond wachsen - es sei denn, Du willst sie zum Klettern erziehen. Also die Triebspitzen mit ihren schönen frischen Blättern - im Herbst übersehen - kappen. Aus den Seitenknospen werden dann Ästchen voller Blüten!
  

Und wer Moderne Rosen hat, muss nicht auf die Forsythie warten oder gar eine pflanzen - da kann man besser 3 Historische oder 10 Moderne Rosen hinpflanzen - Hauptsache es blüht Gelb. Sie dürfen geschnitten werden! Sie sind zwar etwas empfindlicher, deshalb nicht zu früh schneiden. Man erkennt jetzt auch besser ihre Schwachstellen:


Typisch Modern - rot-schwarze Triebe = tot! Auch wenn sie jetzt noch erste Blätter zeigen, in 2 Wochen sieht man sie sterben. Der ganze mittlere Trieb muss weg! Übrigens, auch Remontants zeigen diese Schäden schon, es begann also bereits zu (Ur-) Großmutters Zeiten.
  

Donnerstag, 13. Februar 2014

Jean-Pierre Vibert


Ich will Euch nicht so lange auf die Folter spannen.  Wer über Austin, Meilland, Kordes und Co. zu den wahren Schätzen der von uns verehrten Königin gekommen ist, kennt den genialsten Rosenzüchter aller Zeiten, Jean-Pierre Vibert. Hier könnt ihr einiges über ihn nachlesen.


 Henri de la Trémoille, Gallica - Jean-Pierre Vibert, 1996  
 
1999 war er doch schon 130 Jahre tot, werdet ihr sagen. Richtig! Aber er hat seine Gene vererbt, an seinen Urenkel, der auch den großen Namen trägt. Er lebt und züchtet in Trangé, einem kleinen Ort, westlich von Le Mans. Ich bin vor Jahren bereits auf eine Rose von ihm auf der Seite von Daphne Filiberti gestoßen, hatte ihn dann wieder vergessen. Eine Rosenfreundin aus Belgien, die im Juni meinen Rosenpark besichtigen will, hat mich über den Züchter Lebrun wieder auf ihn gebracht. Als ich seine Rosenfotos gesehen habe, war ich begeistert - auch wenn er besser züchtet als fotografiert! 
Er züchtet fast ausschließlich mit alten Rosen, auch mit Botanischen Rosen, mit umwerfenden Ergebnissen! Er hat mir erlaubt, seine Rosen mit seinen Fotos im Rose-Biblio einzustellen und zu beschreiben. Das haben wir gleich zweisprachig gemacht. Also gleich mal die 159 Namen durchklicken! Es lohnt sich! Einen Teil der Rosen kann man bei Mela Rosa in Frankreich bestellen, und Corinna Schütte, Historische Rosenschätze, wird wahrscheinlich meine Anregung aufnehmen und seine Rosen in ihr Programm aufnehmen. Einfach mal bei ihr anfragen, um sie zu ermutigen....
 
 
Farinelli, 1999 - eine seiner interessanten Kreuzungen aus Rugosa und Gallica


André-Pierre Ledru, 2004 - Wichuraiana


 Anna Marly, 2004 - was man aus der ganz gewöhnlichen Rosa canina vom Straßenrand doch machen kann! 


Claire Felloni, 2006 - Moosrose


Frau Annemarie Neuser, 2001 - Moosrose
 
Man kann also auch im 21. Jahrhundert Historische Rosen züchten - die Definition muss neu geschrieben werden, denn es sind keine Englischen-, Romantik-, Duftrosen oder wie all die Marketingnamen der sonstigen heutigen Züchtungen sind.


 Juliette, 2001 - und selbst seine wenigen Modernen sehen aus wie Alte Rosen.


Roseraie de Commer, 2001 - Gallica 

Diese der Nationalen Sammlung der Rosa Gallica - der französischen Rose - gewidmete Züchtung zeigt seine Vorliebe für die ganz dunklen Farben. Auf die Streifen und Punkte ist er besonders stolz und legt großen wert darauf, dass für die Züchtung weder Rosa gallica 'Versicolor' noch 'Officinalis' verwendet wurde. Es ist auch kein Sport einer anderen Gallica - hohe Kunst der klassischen Rosenzucht! 
Das war nur eine kleine Auswahl, den Rest könnt ihr im Rose-Biblio anschauen.
 

Mittwoch, 12. Februar 2014

(K)ein Grund zum Feiern!


Wenn an der Börse eine runde Zahl im Dax erreicht wird, knallen die Champagnerkorken.  Warum eigentlich feiert man Luft, denn der Wert der deutschen Wirtschaft steigt doch viel langsamer als die Kurse.

Aber was haben Rosen mit der Börse zu tun? Nichts - aber bei mir wurde gestern um 15:15 Uhr auch eine runde Zahl erreicht! Ohne Champagner! Im Rose-Biblio stehen seit dieser Uhrzeit 1.000 Namen von Rosen. Da kann man schon stolz sein, auch wenn es wegen einiger Synonyme noch keine tausend verschiedene Rosen sind. Aber es lohnt sich, wenn man über eine Rose etwas wissen will, dort erst zu schauen! 

Wer seine Rosen nach Farbe, Gruppe oder Duft aussuchen möchte, findet dort viele Möglichkeiten. Inzwischen sind 283 Züchter aus aller Welt beschrieben, besser als beim großen Bruder! Und wer eine Rosenreise plant, kann sich über viele Rosarien vorab informieren. Eine wichtige Literatur aus dem 19. Jahrhundert, die du schon lange gesucht hast, kannst du hier leicht finden und ganz einfach als PDF auf deinen PC laden.

Es gibt auch Neues von Rosen - hier ein kleiner Vorgeschmack:







 
Dazu in einigen Tagen mehr, nur Geduld!