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Donnerstag, 10. Juli 2014

Sportliche Pflanzen


Über das Phänomen der Sports bei Rosen habe ich bereits berichtet. Meine 'Quatre Sainsons Blanc Mousseux' blüht inzwischen je zur Hälfte Weiß und Rosa, mit und ohne Moos:


Und die rosa Hälfte ist tatsächlich absolut identisch mit


Quatre Saisons

Aber nicht nur Rosen haben spontane Mutationen, denn es ist ein Weg der Natur zu neuen Arten und Sorten. Ich habe eine Rosa Johannisbeere, die als Sport aus einer roten Sorte entstand. Auch sie liebt es, ihre ursprünglichen Gene ab und zu wieder zu zeigen:

  
Es gibt auch hier Beeren, die zweigeteilt sind, halb Rosa, halb Rot. Ganz oben ist solch eine Beere, auch wenn auf dem Foto der rote Teil den rosa Teil fast überstrahlt. Bei Rosen findet man Petalen in zwei Farben! D.h., bei einer Mutation geht das alte Erbgut nicht verloren, nur ändert sich seine Dominanz.
 

Sonntag, 20. Januar 2013

Wunder der Natur


Irgendwann läuft jedem ernsthaften Rosenfreund das Wort "Sport" über den Weg. Es bedeutet eine spontane Mutation, z.B. der Farbe der Rose oder die Ausbildung von einem dichten Besatz der Knospen, z.T. auch abgeschwächt der Blätter mit Drüsen, dem sogenannten Moos, das ein harziges, intensiv duftendes Sekret abscheidet. Tee-Hybriden bringen die Eigenschaft des Kletterns hervor, auch wenn eine Rose nicht klettern kann, aber es sind die dauerhaft erscheinenden langen Triebe von einigen Metern Länge gemeint. Alle anderen Eigenschaften einer Rose bleiben bei einer solchen spontanen Mutation gleich.

 
'Aimable Rouge' ist bekannt, aber wer hat meine heutige Hintergrund-Rose schon einmal gesehen? 
  

Es ist auch 'Aimable Rouge', ein heller Sport, der in meinem Garten entstanden ist. Leider habe ich vergeblich versucht ein Auge dieses Triebs zu okulieren, ich war wohl zu früh dran, die Unterlage war noch nicht reif. Dann kam der Umzug und die neue Rose war verloren.
 
Im gleichen Jahr entstanden noch zwei weitere Sports, sie gingen leider auch verloren.



Dies ist ein Sport von 'Tuscany Superb', man sieht beide Blüten nebeneinander.

           

Es ist Fanny Pavetot, einmal Original und als heller Sport.

Wie konnte das passieren, gut 15 Jahre wachsen die Rosen vor sich hin und dann plötzlich 2009 erfreuen mich gleich drei Rosen mit einer Farbmutation! Die Erklärung ist vermutlich, dass in allen drei Rosen Winden und Ackerwinden wuchsen, die ich mit dem Spaten nicht entfernen konnte. Deshalb habe ich deren Blätter vorsichtig mit nur leicht verdünntem Glyphosat eingestrichen, damit ja die Rosenblätter nichts abbekamen. Denn die reagieren auf dieses Herbizid mit verkrüppelten Blättern und Trieben. Offenbar sind doch geringe Spuren auf die Rosen geraten und haben die Mutationen ausgelöst. Ich werde das in diesem Jahr nochmals probieren, und falls wieder Sports entstehen, versuchen diese im August zu veredeln.
 

Mittwoch, 13. Juni 2012

Zwei Rosen in einer



Der Garten entwickelt sich nun doch recht schnell zu einem Rosenpark.
 



Da bleibt an einem verregnetem Tag wie heute Zeit für etwas Besonderes. Einige Rosen sind nicht durch züchterische Leistung, d.h. gezieltes Kreuzen, Aussaat und anschließende Selektion aus zwei oder mehr Elternsorten hervorgegangen, sondern sie entstanden durch eine spontane Mutation, wurden von einem Züchter oder Liebhaber entdeckt und vermehrt. Bei diesen sogenannten Sports handelt es sich meist um eine Knospen-Mutation, bei der sich die Farbe ändert oder Moos entsteht. Gelegentlich findet man an einer solchen Rose eine Blüte oder nur ein Blütenblatt, das in die ursprüngliche Farbe zurückfällt. Ein Beispiel dafür ist 'Quatre Saisons Blanc Mousseux'. Sie entstand aus der rosa blühenden 'Quatre Saisons'. Zu der Farbmutation kam jedoch noch die Wandlung in eine Moosrose hinzu.
 


Auch wenn die stark bemoosten Knospen etwas Rosa zeigen, die Blüten werden reinweiß.

An meiner 'Quatre Saisons Blanc Mousseux' sah ich gelegentlich ein rosa Blütenblatt, einmal sogar ein exakt halbiertes in Rosa und Weiß. Im letzten Jahr entstanden erstmals rosa Blüten und jetzt ist ein kompletter Zweig entstanden, der rosa blüht sowie keinerlei Moos an Blüten und Blättern zeigt.
 

Der komplette linke Zweig trägt rosa Blüten ohne jedwedes Moos, der Rest der Pflanze blüht weiß, wie es sich für 
eine 'Quatre Saisons Blanc Mousseux' gehört.
 
  
 Original
  

und Sport
   


Man erkennt sehr gut, hier gibt es kein Moos!


Ein gemischter Zweig

Leider ist die neu gepflanzte 'Quatre Saisons' noch nicht so weit, dass ich sie mit ihrem Sport und Rücksport vergleichen kann.