Dienstag, 15. Mai 2012

Rosenknospen



Mit den Modernen Rosen kamen die langweiligen Knospen - leicht angespitzte Kelchblätter, glatt oder mit einigen Haaren oder feinen Borsten besetzt. 


Madame Grégoire Staechlin
Tee-Hybride, kletternd, 1927 - Pedro Dot, Spanien

Es begann schon bei den Bourbonrosen, d.h. es war vermutlich der Einfluss aus China.


Bourbon Queen
Bourbon, 1834 - Mauget, Frankreich 

Hier sieht man noch Überreste der üppigen Sepalen der Alten Rosen aus Europa und dem Orient.


Belle de Yèbles
Gallica, um 1830 - Desprez, Frankreich 


Rosa centifolia 'Major'
Centifolie - 16. Jahrhundert, Holland 


Madame Hardy
Damascena, 1832 - E. Hardy, Frankreich  

Die reich verzweigten Kelchblätter einer Gallica, Centifolie oder Damascena sind einfach herrlich.


Rosa centifolia 'Muscosa'
 Moosrose - vor 1720, Niederlande

Wenn dann durch eine Knospenmutation noch duftendes Moos entsteht, ist das Kunstwerk perfekt.

Noch einige Beispiele quer durch den Garten:



Yolande d'Aragon
Remontant-Hybride, 1843 - Vibert, Frankreich


Rosa alba 'Incarnata' 
Alba, 15. Jahrhundert oder früher - Europa


Königin von Dänemark
Alba, 1816 - J. Booth, Holstein


Adélaïde d'Orléans
Sempervirens-Hybride, 1826 - Jacques, Frankreich


Gilda
Multiflora-Hybride, 1887 - R. Geschwind, Östereich-Ungarn

Zum Schluss noch etwas ganz Besonderes, denn der 'Chapeau de Napoléon' ist keine Moosrose .


Rosa centiflolia 'Cristata'
Centifolie, 1826- Kirche, Schweiz


Die Auswüchse an den Sepalen sind Cristate, hahnenkammförmige Verbreiterungen. An zwei Kelchblättern erscheinen sie beidseitig, am dritten nur einseitig und geben der Rose den Namen von Napoleons Hut.

1 Kommentar:

  1. Stimmt, im Garten meiner Großeltern und auch bei dem elterlichen Garten meines Mannes gab es fast nur moderne langweilige Rosen, so dass es lange dauerte, bis wir uns für das Thema begeistern konnten - vom Austrieb, über Blattformen, Knospe, Blütenstadien, Hagebutten, Wuchsform & ihre Verteidigungs-Instrumente ...

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