Mittwoch, 31. Oktober 2012

Der Goldene Oktober ist zurück



Der Frost ist vorbei, die Sonne strahlt wieder. Von den Sommerblumen und Stauden hat nur der Rittersporn den Frost halbwegs vertragen.


Die späten Rosenblüten haben mehr oder weniger stark gelitten.

 
Leander sieht etwas blass aus, aber alle Knospen warten noch auf eine Chance.



Léon Renault und Jacques Cartier hoffen auf einen sonnigen November, ohne kalte Nächte.

 
Die Temperaturen sind aber gut zum Abstechen der Rasenwege. Dazu wird keine Schnur gespannt - durch die Grundstücksform musste ich viel zu viele gerade Wege anlegen - die jetzt durch "Richtung nach Gefühl" sympathische Schlenker und Rundungen bekommen. Die Hälfte ist geschafft.

Samstag, 27. Oktober 2012

Kein Gartentag


 
Der Blick aus dem Fenster heute früh gibt den Wetterfröschen recht:
 
 
Also, keine Gartenarbeit heute! Die Wegekanten können warten, das Anhäufeln der öfterblühenden Rosen, zumindest der Empfindlichen, ebenso.

Der Teekessel wird in Gang gesetzt und Pläne für 2013 gemacht.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Nebelblüten



Nebel, der erste stärkere Frost steht vor der Tür, die Kanten der Rasenwege werden abgestochen.



Blumen, Kräuter und auch einige Rosen wollen es uns aber noch einmal zeigen.



Die Calendula will es offenbar bis Weihnachten aushalten, damit ich fürs Weihnachtsmenu daraus ein Süppchen machen kann. 
 
Auch der Dill ist noch eifrig dabei, obwohl doch gar keine Gurken zum sauren Einwecken mehr wachsen.

 
Der Borretsch wächst bereits in der dritten Generation, Hunderte Samen sind ausgestreut, aber ich soll offenbar noch einmal an


Frankfurter Grüne Soße denken.

Der Rittersporn will vorm Frost noch einige Blüten öffnen und ist oft noch prächtig anzuschauen.





Die Stiefmütterchen, im Frühjahr vom Discounter gekauft, blühen immer noch.


Für dieses hat offenbar ein mehrbeiniger Helfer ein Korn über den Weg getragen und ausgesät.





Fingerhut, Verbascum und Rudbeckia geben auch noch nicht auf. 

Auch die Rosen bringen immer wieder noch eine Blüte hervor.


Commandant Beaurepair


Ferdinand Pichard


Marie Dermar, etwas verdrückt, aber voller Duft


Catherine II


Anna de Diesbach
 
Alle Fotos sind von heute, dem 25. Oktober!

Dienstag, 23. Oktober 2012

Indian summer



Wozu zum "Indian summer" in die USA oder nach Kanada fliegen - pflanzen Sie Historische Rosen in Ihren Garten, dann haben Sie im Sommer Freude und im Herbst noch mal!
 

 
Pflanzen Sie z.B. 'Tour de Malakoff" oder auch


'Félicité Perpétue'. Es kann auch


'Assemblage de Beauté' sein oder


'Anaïs Ségalas'. Dazwischen bemüht sich


'Duc de Bragance' den Nebel zu durchbrechen.
 
Zu Hause ist es doch am Schönsten und vor allem kann man dann dabei schon Rosenraritäten fürs nächste Jahr aufspüren!

Sonntag, 21. Oktober 2012

Oktober II


Noch ein herrlicher Oktobertag! Sonntag, trotzdem mussten acht Rosen gepflanzt werden, siebenmal Frost- und Umpflanzlücken schließen und einmal neu: Rosa portlandica/Duchesse de Portland. Als ich über meine Portlandrosen schrieb und die Darstellung von Redouté sah, war klar, die musste in den Park. Ich sollte doch öfter in einigen meiner Bücher blättern!

Ansonsten saß ich unterm Sonnenschirm, leerte den Picknickkorb und genoss den strahlend blauen Himmel. Zwischendurch wurden einige Löcher gebohrt, damit Gilda endlich am Gartenhaus aufgebunden werden konnte und die Hacke noch etwas geschwungen, damit kein Unkraut überwintern kann.

Heute kreisten nicht nur Flugzeuge über dem Vogelsberg - bis Frankfurt endlich das Clearing für die Landung gibt - es waren große Schwärme von Kranichen am Himmel. Sie schrien immer "Wir wollen noch nicht in den Süden, da unten blühen immer noch so schöne Rosen!"
Sie hatten recht, es legen noch einige richtig los! 
 

 
'Jacques Cartier', Vater und Sohn


 Ein auf dem Boden liegender Zweig von 'Anna de Diesbach' musste es schnell noch einmal versuchen.
 

'Leander', nicht Historisch, aber ein schöner Kletterer.


Nochmal 'Multiflore de Vaumarcus'


 Eine besonders schöne Blüte von 'Rose du Roi'/'Comte Lelieur'


'Gruß an Teplitz' versucht auch noch einen Durchgang mit vielen Knospen und einer Blüte heute.

Die Kraniche drehten eine Runde über dem Park, dann rief der Chef "Wir müssen weiter, die Wetterfrösche in Offenbach haben ihre Meinung wieder geändert, ab Samstag gibt es nun doch Frost!" und sie flogen weiter, immer Richtung Süd-Süd-West!




Samstag, 20. Oktober 2012

Oktober


Ein herrlicher Oktobertag geht zu Ende, das Gemüseland ist umgegraben, die meisten Beete nochmals mit dem Dreizinken gelockert, um den Regenwürmern die Arbeit zu erleichtern. 


Wer bei der Arbeit gern eine leckere Erdbeere naschen möchte, sollte 'Mara des Bois' pflanzen, eine alte, dauertragende Sorte.


Selbst diese nur rot angehauchte Frucht ist süßer und aromatischer als die meisten Supermarkt-Erdbeeren im Sommer. Sie hat geschmeckt!

wetter.com hat den Frost für nächsten Freitag zurückgenommen. Es kann also noch länger blühen. Wer bis zum ersten Frost eine reich blühende Historische Rose möchte, dem kann ich diese empfehlen:


Madame Létuvée de Colnet
Bourbon, 1887 - Vigneron, Frankreich
Duft: 4, schweres, angenehm süßes Parfum, etwas Zitrone

Seit letztem Sommer hat sie bereits einen üppigen Strauch gebildet. Über den diesjährigen Sternrußtau kann man leicht hinwegsehen.

Aber auch 'Multiflore de Vaumarcus' blüht noch ununterbrochen:
 

Sie mag zwar Regen nicht zu sehr, aber bei den vielen Knospen fallen einige Mumien nicht besonders auf.

Als ich nach Hause kam, standen die ersten bestellten Rosen vor der Tür: Firma Schütt hat das Wettrennen gewonnen - morgen werden die schönen, kräftigen Pflanzen gesetzt! 

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Rosenschnitt I


Es ist Mitte Oktober, die Temperaturen steigen noch einmal an, ich grabe das Gemüseland um. Im Vorbeigehen wird bei der einen oder anderen Rose der Schnitt noch korrigiert. Haben Sie Ihre Historischen Rosen schon geschnitten? Kompliziert? Nein, es gibt nichts Einfacheres.
Eigentlich müssen Sie Historische Rosen nicht schneiden. Das Ergebnis sieht dann so aus:

 
Dies ist eine Alba Fundrose aus dem Nachbardorf, ein Ableger wächst im Park. Der Busch wird bei den meisten Historischen recht groß, mit bogig herabhängenden Zweigen. Wer hat schon so viel Platz im Garten? O.k., ein solcher Solitär ist natürlich toll. Nach einigen Jahren entdeckt man dann hässliches, abgestorbenes Unterholz und muss dann doch schneiden, oft ein sehr stachliges Unterfangen.

Bei regelmäßigem Formschnitt erzielt man einen kompakten Busch mit einer extrem großen Blütendichte. 

Viele der Historischen - Gallicas, Centifolien, Damascener, einmalblühende Bourbons und Moosrosen - treiben schon während der Blüte aus. Das stört das Blüherlebnis, also die neuen Triebe einfach kurz über den Blüten abschneiden. Dabei müssen Sie nicht auf Augen oder die genaue Schnittstelle achten. Einfach mehrere Zweige greifen und schneiden! 
 
Bis zum Herbst entstehen weitere Triebe, die im September oder spätestens jetzt eingekürzt werden müssen. Dabei sollten Sie dem Strauch durch den Schnitt eine schöne Form geben und je nach Größe nur mehr oder weniger Neutrieb stehen lassen. Die Triebaugen werden jetzt angeregt Seitentriebe zu bilden, die im nächsten Jahr dann zahlreiche Blüten hervorbringen werden.
 
Wenn sich starke Triebe ganz von unten ausbilden, müssen diese auf ca. halber Höhe des Strauches gekappt werden, damit sie sich verzweigen und zur Verjüngung der Rose beitragen. 


So sieht die Rose dann aus. Sollten sich noch einige Nachzügler bilden, können Sie diese im Vorbeigehen entfernen:



Jetzt kann der Winter kommen. Im Februar März, vor dem Austrieb entfernen Sie dann noch schwaches, erfrorenes und überaltertes Holz. Am unbelaubten Strauch kann man das am besten erkennen. Bilder dazu folgen im Frühjahr.

Bei Jungpflanzen kürzen Sie die Triebe um ca. 1/3 ein, damit sich ein gut verzweigter Strauch bilden kann.


Rambler benötigen keinen Formschnitt. Hagebutten sollen sich zur Freude der Vögel ausbilden, daher wird ab Ende Februar nur erfrorenes und überaltertes Holz herausgenommen. Bei einem älteren, sehr stacheligem Rambler ist das aber eine echte Strafarbeit.
 
Bei Remontants, Portlands, öfterblühenden Bourbons und Moosrosen werden im Oktober nur Triebe, die offensichtlich keine Knospen mehr bilden, kurz vorm Wintereinbruch auch diese, um einige Zentimeter gekürzt. Im Frühjahr, kurz nach dem Beginn des Austriebs wird dann stärker zurückgeschnitten, um dem Strauch Form zu geben und die tieferen Augen zum Austrieb zu bringen, damit sich ein gut verzweigter Strauch bilden kann.
 
Einige Moosrosen vertragen keinen stärkeren Rückschnitt - aber das sagt Ihnen die Rose dann schon selbst!